Der EU AI Act kann Schweizer KMU betreffen, wenn sie KI-Systeme im EU-Bezug anbieten, einsetzen oder Ergebnisse für EU-Kunden verwenden. Ohne EU-Bezug ist der direkte Anwendungsbereich enger. Unabhängig davon helfen klare Regeln, Schulung und dokumentierte Zuständigkeiten im Alltag.
Wann entsteht ein EU-Bezug?
Ein EU-Bezug entsteht typischerweise bei Kunden, Mitarbeitenden, Niederlassungen oder Dienstleistungen in der EU. Entscheidend sind nicht nur Firmensitz und Serverstandort, sondern auch, wo KI-Ergebnisse verwendet werden. Prüfen Sie besonders HR, Kundenkommunikation, Bonität, Support und automatisierte Entscheidungen.
- EU-Kunden oder EU-Nutzende.
- KI-gestützte Prozesse mit Wirkung in der EU.
- Einsatz von KI-Systemen, die unter besondere Kategorien fallen können.
Was sollten KMU zuerst ordnen?
KMU sollten zuerst erfassen, welche KI-Tools genutzt werden, welche Daten eingegeben werden und wer Ergebnisse prüft. Danach folgen kurze interne Regeln und eine verständliche Basisschulung. Der KI-Risiko-Check hilft, diese Punkte strukturiert zu sichten.
Wie wird das dokumentiert?
Eine einfache Dokumentation enthält Tool-Liste, Regeln, Lerninhalte, Teilnehmende, Zeitpunkt und Ergebnis. Die Nachweismappe bündelt diese Punkte pro Person. Ergänzend sind Regeln für ChatGPT am Arbeitsplatz sinnvoll.
Verwandte Begriffe: Hochrisiko-KI-System, personenbezogene Daten, KI-Weisung.
Dieser Artikel ist eine redaktionelle Einordnung und keine Rechtsberatung.