Gilt der EU AI Act für Schweizer KMU?

Stand: August 2026

Der EU AI Act kann Schweizer KMU betreffen, wenn sie KI-Systeme im EU-Bezug anbieten, einsetzen oder Ergebnisse für EU-Kunden verwenden. Ohne EU-Bezug ist der direkte Anwendungsbereich enger. Unabhängig davon helfen klare Regeln, Schulung und dokumentierte Zuständigkeiten im Alltag.

Wann entsteht ein EU-Bezug?

Ein EU-Bezug entsteht typischerweise bei Kunden, Mitarbeitenden, Niederlassungen oder Dienstleistungen in der EU. Entscheidend sind nicht nur Firmensitz und Serverstandort, sondern auch, wo KI-Ergebnisse verwendet werden. Prüfen Sie besonders HR, Kundenkommunikation, Bonität, Support und automatisierte Entscheidungen.

  • EU-Kunden oder EU-Nutzende.
  • KI-gestützte Prozesse mit Wirkung in der EU.
  • Einsatz von KI-Systemen, die unter besondere Kategorien fallen können.

Was sollten KMU zuerst ordnen?

KMU sollten zuerst erfassen, welche KI-Tools genutzt werden, welche Daten eingegeben werden und wer Ergebnisse prüft. Danach folgen kurze interne Regeln und eine verständliche Basisschulung. Der KI-Risiko-Check hilft, diese Punkte strukturiert zu sichten.

Wie wird das dokumentiert?

Eine einfache Dokumentation enthält Tool-Liste, Regeln, Lerninhalte, Teilnehmende, Zeitpunkt und Ergebnis. Die Nachweismappe bündelt diese Punkte pro Person. Ergänzend sind Regeln für ChatGPT am Arbeitsplatz sinnvoll.

Verwandte Begriffe: Hochrisiko-KI-System, personenbezogene Daten, KI-Weisung.

Dieser Artikel ist eine redaktionelle Einordnung und keine Rechtsberatung.

Nächster Schritt

Prüfen Sie den aktuellen Stand mit dem KI-Risiko-Check oder sehen Sie sich den Kurs an.